21. August 2026 - 11:48 Uhr
Moore im Odenwald: Kleine Landschaften mit großer Wirkung
Es gibt viele kleine Moore im Odenwald. Eins der schönsten haben wir bei unserer Exkursion am 20. August 2026 besucht: das Rote Wasser in Olfen. Der Name ist entstanden, weil die gelösten Tannine aus den Sauergräsern das Wasser rötlich-braun färben.
Das Rote Wasser ist ein typisches Niedermoor, wie alle Moore im Odenwald, und seit 1980 ein Naturschutzgebiet. Die ältesten Moore im Odenwald sind etwa 7.000 Jahre alt, dazu gehören die Moore am Eutergrund und an der Wegscheide. Über Torfprofile geben sie deutliche Hinweise auf die Landschafts- und Kulturgeschichte.
"Moore sind sehr wichtig für den Landschaftswasserhaushalt"
Das Rote Wasser hat keine große Artenvielfalt, dafür aber ganz besondere Gewächse, wie zum Beispiel die fleischfressende Pflanze „Sonnentau“. Früher wurden an 100 Standorten im Odenwald gezählt, heute leider nur noch an drei.
Moore sind von großer Bedeutung für die Biodiversität, für den Wasserhaushalt sowie für die Bindung von Kohlendioxid. Die Renaturierung von Mooren lässt das Grundwasser wieder steigen und ist gerade angesichts des Klimawandels besonders wertvoll.
Vielen Dank an Dr. Markus Sonnberger vom Landschaftspflegeverband Odenwaldkreis für die spannenden Einblicke und an das Klimaschutzmanagement des Odenwaldkreises für die Kooperation!